«Eine Gesellschaft offenbart sich nirgendwo deutlicher als in der Art und Weise, wie sie mit ihren Kindern umgeht.» Nelson Mandela

Idee

Mitmachen und mitdenken - das macht stark und lässt Kinder und Jugendliche aktiv dazugehören. Die Lange Nacht der Partizipation zeigt Best Practice in der ausserschulischen Jugendarbeit und bietet mit einem Impulsreferat aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung.

Der Anlass will Akteure aus der offenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, der Verbandsjugendarbeit, aus Kultur- und Sportvereinen und der Jugendpolitik zusammenbringen. Die Vision: Wissen erschliessen, Partizipation noch sichtbarer und selbstverständlicher machen. Und natürlich kommen auch Netzwerken, Plaudern und Spass nicht zu kurz.

Dabei sein heisst dazugehören

Partizipation hat viele Facetten und ist viel mehr im Alltag zu Hause, als manche spontan denken würden. Was also ist Partizipation und wo trifft man sie an?

Partizipieren bedeutet teilhaben. Das kann sein, indem man mitredet und gehört wird. Sei das im politischen Alltag, in der Freizeit im Verein bei der Ausgestaltung des neuen Programms oder in der Schule, wenn sich Kinder und Jugendliche bei der Entwicklung des neuen Pausenplatzes beteiligen können.

Und natürlich gibt es auch eine private Ebene, zu Hause bei einem Familienrat und einem selbstverständlichen Miteinander auf Augenhöhe. Das kann anstrengend sein, lohnt sich aber. Zu Partizipation gehören daher immer auch das Befähigen, der Austausch von Wissen, das Zulassen und Vertrauen, gemeinsam noch viel mehr zu schaffen als allein.

An der Langen Nacht der Partizipation möchten wir diese Vielfalt sichtbar und Lust auf mehr machen. 

«Niemand von uns kann so viel bewirken wie wir alle miteinander.» Elie Wiesel

Zielgruppe

Die Gäste der Langen Nacht der Partizipation erhalten neue Impulse, wie und wo sie Kinder und Jugendliche an Prozessen im Gemeinwesen, im Verein, in der Schule, in der offenen Jugendarbeit, etc. beteiligen können. Der Anlass richtet sich an GemeindevertreterInnen, MultiplikatorInnen, Jugendarbeitende und alle, die sich für gelebte Demokratie und ein offenes Miteinander interessieren.

Programm 8.9.2016

Hier gehts direkt zur Berichterstattung.

ab 16.15 Uhr Check-in: Holen Sie bei uns an der Theke die Tagungsmappe und tragen Sie sich auf der Liste für ihre Wunsch-Workshops ein.

17.00 Uhr Begrüssung durch Regierungsrat Christoph Neuhaus und Jonathan Gimmel, Präsident voja

17.15 Uhr Impulsreferat von Prof. em. Dr. Theo Wehner (ETH Zürich): Partizipation heisst Teilhabe und nicht nur teilnehmen. Anmerkungen aus der Arbeitspsychologie

18.00 Uhr Erste Runde Best Practice: Sie wählen aus, welches Projekt Sie interessiert und lassen sich von den MacherInnen zeigen, was die Stärke der Methode ausmacht und worauf man achten sollte. Natürlich ist auch Platz für Fragen und Austausch. Eine Übersicht der Projekte finden Sie hier.

18.30 Uhr Kurze Pause und Wechsel

19.00 Uhr Zweite Runde Best Practice

ab 19.30 Uhr: Apéro riche

ab 21 Uhr: Wer noch Lust hat, die Lange Nacht wörtlich zu nehmen und den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen, wechselt mit uns zum Get-together ins Provisorium46 an der Muesmattstr. 46. Das Restaurant liegt gleich um die Ecke und wird geführt von Blindspot und einem Team aus Mitarbeitenden mit und ohne Behinderung. Das Provisorium46 öffnet an dem Abend extra für uns. Sicher eines der spannenden neuen Konzepte in der Länggasse.

Download Flyer als PDF

Veranstalter

Die Lange Nacht der Partizipation ist eine gemeinsame Initiative vom Verband für offene Jugendarbeit Kanton Bern (voja), der Berner Fachhochschule (Soziale Arbeit) und von infoklick.ch, Kinder- und Jugendförderung Schweiz.

Wer hat’s erfunden?

Die Lange Nacht der Partizipation ist ein Veranstaltungsformat, das Dr. Peter Egg in Tirol entwickelte. In Österreich ist die Lange Nacht der Partizipation mit Erfolg durchgeführt worden. Wir konnten bei der Durchführung in Dornbirn schnuppern und waren begeistert von dem Konzept und der Atmosphäre. Gerne würden wir für diese Geschichte auch in der Schweiz ein Kapitel aufschlagen und daran weiterschreiben. 

Wann und wo

8. September 2016
17 bis 21 Uhr (offizielles Programm)

Berner Fachhochschule
Fachbereich Soziale Arbeit
Hallerstr. 10
3012 Bern

Bus 12, ab Bahnhof Richtung Länggasse, Haltestelle Universität

Nacht-Geschichten

Die erste Lange Nacht der Partizipation ist schon wieder Geschichte: Am 8. September 2016 kamen rund 80 Teilnehmende an der Berner Fachhochschule, Abteilung Soziale Arbeit, zusammen, um sich mit den vielen Facetten der Thematik „Partizipation“ auseinanderzusetzen.

Inputs aus der Forschung gab es im Impulsreferat von Dr. Theo Wehner, Arbeitspsychologe und Dozent an der ETH Zürich. Einblicke in die Praxis gaben verschiedenen Teams aus der ganzen Schweiz, die ihre Partizipationsprojekte vorstellten. Und natürlich bietet eine lange Nacht auch Zeit fürs Netzwerken, Plaudern und Ideen teilen. Mehr zum Anlass.

«We do not need magic to transform our world. We carry all the power we need inside ourselves already. We have the power to imagine better.» J. K. Rowling